#Foo Fighters arbeiten mit Blackmagic-Equipment

Jede der von Dave Grohl inszenierten einstündigen Staffeln widmet sich einem anderen musikalischen Wahrzeichen und beschreibt, was den Charakter einer Stadt ausmacht — ihre Geschichte, ihr kulturelles Umfeld und die dort lebenden Menschen einschließlich ihrer berühmten Musiker. Die Folgen spielen in Austin, Chicago, Los Angeles, Nashville, New Orleans, New York, Seattle und Washington D.C.

Als Executive Producer waren James A. Rota von Roswell Films und John Ramsay von Therapy Studios für die technischen Aspekte der Produktion verantwortlich. Für mehr als 480 Stunden an Aufnahmen, Auftritten, Interviews und Footage von hinter den Kulissen erforderte dies einen mobilen, zuverlässigen und unkomplizierten Workflow.

»Anlässlich ihres 20. Geburtstags wünschte sich die Band etwas ganz Besonderes, und das hat sie auch bekommen«, sagte Rota. »Die Bandmitglieder sind nicht einfach von einer Stadt zur nächsten geflogen, um ihre Musik aufzunehmen. Sie suchten charakteristische, für die musikalische Entwicklung Amerikas bedeutende Orte auf. Die an diesen Plätzen gewonnenen Inspirationen sind in das Album eingeflossen. Manchmal waren wir in einem Aufnahmestudio und manchmal haben wir uns am Veranstaltungsort ein Aufnahmestudio gebaut, beispielsweise in der berühmten Preservation Hall in New Orleans. Wir versuchten auch, das Lokalkolorit jeder Stadt zu dokumentieren.«

»Das dem Einsatz der Pocket Cinema Cameras zu Grunde liegende Konzept war, dass jeder – sei es Bandmitglied, Beleuchter, John oder ich – sich jederzeit eine der Kameras greifen und losfilmen konnte, sobald er etwas Interessantes beobachtete. Mit ihrer platzsparenden Bauweise hat die Blackmagic sich ganz wunderbar als Spontan-Kamera bewährt, die selbst auf die Schnelle richtig schöne Aufnahmen brachte«, fügte Rota hinzu.

»Durch diese Art der Aufzeichnung des Albums kann man der Band zusehen kann, wie sie ihre Musik schreibt und aufnimmt. Für Fans war dies eine besondere Chance, den gesamten Kreativprozess mitzuverfolgen«, sagte Ramsay. »Die Örtlichkeiten waren nicht überall ideal für Musikaufnahmen. Es war aber verblüffend einfach für uns, die Kameras für die statischen Aufnahmen aufzustellen, sie an die HyperDecks anzuschließen, SSDs einzustecken und sie dann den ganzen Tag lang aufzeichnen zu lassen.«

Zur Erfassung der Action aus jedem Blickwinkel hatte man rund um den Veranstaltungsort in der Nähe der statischen Kameras sechs jeweils mit einem HyperDeck Studio Pro bestückte Flypacks aufgestellt. Die Kamerafeeds wurden über HDMI und SDI direkt an die HyperDeck Studio Pros übermittelt. Letztere verfügen über zwei SSD-Aufnahmeschächte für unterbrechnungsfreies Aufnehmen.

»Die HyperDecks ließen uns in DNxHD aufnehmen und dabei auch gleich den Kamera-Timecode festhalten. Das sparte Zeit, weil das Transkodieren entfiel und erlaubte uns, das Footage bei Bedarf abzuspielen. Wir richteten alles ein, überließen das Setup dann den Tag über sich selbst. Es war, als hätte man ein endlos laufendes Bandgerät«, sagte Rota. »Wir stellten die Flypacks so wie Mini-Regieplätze nahe der Kameras auf. Wenn Schluss war, haben wir sie einfach zum Truck geschleppt und sind weitergefahren. Am Ende des Tages gaben wir dem DIT die Festplatten, der diese dann zurück nach L.A. in die Postproduktion schickte. Auf einen Schlag hatten wir so unser Basismaterial im Sack.«

»Als die Band einen ungeplanten Auftritt in D.C. geben wollte, konnten wir im Handumdrehen die Kameras zusammen mit dem HyperDeck-Setup aufstellen und die Live-Vorstellung aus dem Stegreif aufnehmen. Andernfalls hätten wir einen mobilen Truck mieten müssen« erklärte Ramsay. »So war die Arbeit mit einer flexiblen, kleineren und besser aufeinander eingespielten Crew möglich. Ansonsten hätten wir eine große Crew anheuern und uns mit einem komplizierten Workflow herumschlagen müssen.«

Der DIT benutzte eine MultiDock Thunderbolt-basierte Docking-Station für das Backup und die Verwaltung der Medien. Des Weiteren wurde ein Format- und Normwandler des Typs Teranex 2D Processor zusammen mit einem HyperDeck Studio Pro eingesetzt, um in der jeweils erforderlichen Bildwechselrate aufzuzeichnen und eventuelle Kadenzfehler auszubügeln.

»Der Teranex war fantastisch, weil wir so in jeder Framerate aufnehmen konnten, die wir gerade brauchten. Als wir später in der Post mit dem Schnitt der Folgen begannen, benutzten wir den Teranex auch für das Archivmaterial, um es in die jeweils benötigten Formate und Framerates zu bringen. Zusätzlich benutzten wir einige Aufzeichnungs- und Wiedergabegeräte vom Typ UltraStudio Express und Intensity Extreme«, sagte Rota.

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